Psychoonkologie

Die Diagnose einer Krebserkrankung löst in aller Regel einen Schock bei Betroffenen aus. Man wird auf die Begrenztheit des Lebens gestoßen. Obwohl in Arztpraxen und Kliniken alle Therapeuten/innen bemüht sind, über diese schlimme Zeit der Diagnostik und der Therapie, die sich über Monate hinziehen kann, hinwegzuhelfen, stellen sich im Lauf der Zeit viele Fragen:

Wie geht es weiter?
Für mich?
In meiner Partnerbeziehung und/oder Familie,
in meinem Freundeskreis, im Beruf?

Für viele Krebsüberlebende wird Krebs zu einer chronischen Erkrankung. Dies heißt mit anderen Worten, dass der Betroffene für die Dauer seines Lebens wird lernen müssen, mit den Risiken und Beeinträchtigungen umzugehen, um eine maximale Lebenschance und -qualität erreichen zu können.

Die Auseinandersetzung mit der ständigen Bedrohung durch ein Rezidiv oder eine Aggressiverung der Grunderkrankung bleibt in vielen Fällen gegeben: sie erfordert vielfältige Anstrengungen am betroffenen Individuum und eine grundlegende Lebensumstellung, die ihrerseits Auswirkungen auf die Lebenswahrnehmung und -qualität mit sich bringt.

Die neuen Gebiete der Psychoonkologie mit ihren mittlerweile kontinuierlich sich mehrenden Forschungsergebnissen versprechen zusätzlich Hilfen und Wege neben der routinemäßigen fachonkologischen Behandlung. Betroffenen - Erkrankten und Angehörigen - können Wissen und Strategien an die Hand gegeben werden psychosoziale Bewältigungsmöglichkeiten zu erwerben, die es ihnen dann gestatten ihren Ängsten und Nöten aktiv zu begegnen.

Bei den von mir ausgeübten psychodynamisch orientierten psychotherapeutischen Interventionsmaßnahmen wird der primäre Fokus der Intervention sehr eng auf die Erkrankung und ihre Implikation gerichtet, während nur Aspekte der Vergangenheit und der Gegenwart mit exploriert werden, die für den Patienten subjektiv die Anpassung an die Erkrankung und ihre Implikationen beeinträchtigen. Ich verfolge dabei einen supportiven Ansatz.

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